
Künstler Jörg Schemmann · Regensburg
Auf den Landschaftsgemälden des Malers Jörg Schemmann sieht man keinen Horizont, nur die Weite des Himmels. In den häufig großformatig gemalten Kiefernwäldern, Obstbäumen und Pflanzen ist es das kontrasterzeugende Licht, das in einer schwerelosen Bildwelt Tiefe und Raum erzeugt. Die von Ferne wie Fotografien anmutenden Bilder erweisen sich bei Annäherung des Betrachters als reine, ungehemmte Pinselmalerei, die mit Realität oder Abbildhaftigkeit wenig zu tun hat. Der Betrachter wird dabei auf magische, stille Weise ins visuelle Geschehen des Bildraums eingebunden. Lässt er sich darauf ein, wird er des Gefühls der Freiheit an sich teilhaftig, auf die es Schemmann in seinen Gemälden wohl ankommt, wobei die durch die Bildgegenstände vermittelte Unendlichkeit noch genügend Raum für individelle Interpretationen lässt.
In den seit 2009 entstehenden "Schattengemälden" geht es Schemmann gleichfalls um Raumerzeugung. Der Schatten vermittelt einen imaginären Raum-, aber gleichfalls mit dem Anspruch der unendlichen Fortführung.

